Neues Hundefutter einführen: So gelingt die Umstellung ohne Probleme
, Von Michael van Wassem, 4 min Lesezeit
, Von Michael van Wassem, 4 min Lesezeit
Einen neuen Sack Hundefutter einfach sofort durch den alten Napf mischen? Besser nicht. So baust du die Umstellung auf neues Futter Schritt für Schritt auf, ohne Magenprobleme.
Kurz gesagt: Stelle die Ernährung deines Hundes immer schrittweise um, über mindestens 7 bis 10 Tage. Mische das neue Futter in steigenden Mengen unter das alte Futter. Bei einem abrupten Wechsel riskierst du Durchfall, Erbrechen oder einen trägen Hund – selbst wenn das neue Futter an sich gut zu deinem Hund passt.
Die Darmflora deines Hundes hat sich an die Zusammensetzung des aktuellen Futters gewöhnt: die Proteinquelle, die Ballaststoffe, das Fett. Ein plötzlicher Wechsel zu einer anderen Rezeptur gibt den Darmbakterien keine Zeit, sich anzupassen, wodurch Verdauungsprobleme entstehen können. Das gilt nicht nur bei einer komplett anderen Marke, sondern manchmal auch beim Wechsel der Geschmacksrichtung innerhalb derselben Marke. Je empfindlicher der Magen deines Hundes, desto wichtiger ist ein ruhiger Übergang.
Ein gängiges Schema für einen gesunden Hund ohne bekannte Empfindlichkeiten:
Hat dein Hund einen empfindlichen Magen, ist er älter, oder wechselst du wegen einer Allergie oder Magen-Darm-Beschwerden das Futter? Ziehe dieses Schema dann auf 10 bis 14 Tage, mit kleineren Schritten pro Phase.
Nicht jede Umstellung ist eine Frage der Beliebigkeit. Häufige, logische Anlässe für einen Futterwechsel sind:
Eine leichte Veränderung des Kots (etwas weicher, leicht andere Farbe) ist in den ersten Tagen normal. Achte jedoch auf folgende Anzeichen und verlangsame das Umstellungsschema oder wende dich an deinen Tierarzt, wenn sie anhalten:
Auf einmal umstellen. Auch wenn das neue Futter dem alten stark ähnelt, braucht die Verdauung Zeit, sich daran zu gewöhnen.
Wechseln während einer stressigen oder aufregenden Phase. Stress beeinflusst die Verdauung bereits selbst; ein Futterwechsel obendrauf macht Beschwerden schwerer zuzuordnen.
Beschwerden dem neuen Futter zuschreiben, ohne das Schema richtig befolgt zu haben. Oft ist nicht das Futter selbst die Ursache, sondern das Tempo der Umstellung.
Bei leichten Beschwerden zu schnell zurückwechseln. Ein etwas weicherer Kot in den ersten Tagen ist normal; gib dem Schema Zeit, bevor du schließst, dass das Futter nicht passt.
Wie lange dauert die Umstellung bei einem Welpen?
Welpen haben im Allgemeinen eine etwas empfindlichere Verdauung. Halte auch bei ihnen mindestens 7 Tage ein und verlängere im Zweifel auf 10 Tage.
Kann ich Trocken- und Nassfutter gleichzeitig wechseln?
Ja, behandle sie aber als zwei separate Umstellungen. Wechsle bei einem empfindlichen Hund am besten nicht beides gleichzeitig, um die Ursache eventueller Beschwerden leichter herausfinden zu können.
Muss ich auch innerhalb derselben Marke schrittweise umstellen?
Bei einer kleinen Anpassung (zum Beispiel dieselbe Linie, andere Geschmacksrichtung) ist das meist weniger kritisch, aber im Zweifel schadet ein Schema von ein paar Tagen nie.
Mein Hund verweigert das neue Futter, was nun?
Gehe einen Schritt im Schema zurück und baue langsamer auf. Mische das neue Futter eventuell mit etwas lauwarmem Wasser, um den Geruch attraktiver zu machen.
Ein neuer Sack Hundefutter ist kein Grund zur Eile. Baue die Umstellung über mindestens 7 bis 10 Tage auf, bei einem empfindlichen Hund noch ruhiger, und beobachte den Kot in den ersten Wochen. So gibst du der Darmflora deines Hundes die Chance, sich anzupassen, und vermeidest, dass ein an sich gutes Futter zu Unrecht für eine zu schnelle Umstellung verantwortlich gemacht wird.
Auf der Suche nach neuem Futter für deinen Hund? Sieh dir unser Angebot an Hundetrockenfutter oder Nassfutter an. Möchtest du die Umstellung zusätzlich unterstützen? cdVet Fit-BARF DarmFlora hilft, die Darmbalance zu erhalten. Sieh dir auch unser gesamtes Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln an.