Welpe zu Hause aufnehmen: So gelingt die erste Woche entspannt
, Von Michael van Wassem, 5 min Lesezeit
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Die erste Woche mit einem neuen Welpen prägt das ganze gemeinsame Leben. Lies, was du vorbereitest, wie die erste Nacht verläuft und worauf du bei Futter, Stubenreinheit und Tierarzt achten solltest.
Halte die erste Woche ruhig, vorhersehbar und übersichtlich: ein fester Schlafplatz, feste Fütterungszeiten, oft kurz nach draußen und wenig Besuch. Ein 8 Wochen alter Welpe hat gerade seine Mutter und seine Geschwister verlassen und muss noch alles lernen. Mit guter Vorbereitung und einem festen Rhythmus gewöhnt er sich meist innerhalb weniger Tage an sein neues Zuhause.
Erledige die Grundlagen vor dem Abholtag. Dann hast du in den ersten Tagen Zeit für das, was wirklich zählt: Aufmerksamkeit für deinen Welpen. Unter alles für deinen Welpen findest du die wichtigsten Dinge an einem Ort.
Nimm wenn möglich jemanden mit, der den Welpen auf der Rückfahrt hält oder neben ihm sitzt. Bitte den Züchter um eine Decke oder ein Tuch, das nach dem Nest riecht. Fahre unterwegs nicht an belebte Orte.
Lass den Welpen zu Hause zuerst kurz draußen pinkeln. Lass ihn danach in Ruhe einen Raum erkunden. Zu viele Reize auf einmal machen einen Welpen unruhig oder ängstlich.
Die erste Nacht ist für viele Welpen aufregend. Sie vermissen ihre Geschwister und sind allein. Stelle das Körbchen oder die Box am besten in oder direkt neben dein Schlafzimmer, damit der Welpe dich hören und riechen kann. Ein warmes, gemütliches Bett für deinen Welpen und ein Tuch mit dem Geruch des Nestes helfen ihm, zur Ruhe zu kommen.
Rechne damit, nachts ein- bis zweimal aufstehen zu müssen. Ein junger Welpe kann seine Blase noch nicht lange halten. Geh ruhig nach draußen, sprich wenig und bring ihn danach zurück ins Bett.
💡 Gut zu wissen: Ein Welpe schläft viel. Rechne mit etwa 18 bis 20 Stunden pro Tag, verteilt auf viele Nickerchen. Lass ihn zwischendurch wirklich ruhen.
Bleibe in den ersten Tagen bei dem Futter, das der Welpe beim Züchter bekommen hat. Ein neues Zuhause ist für seinen Bauch schon eine große Veränderung. Wenn du später auf eine andere Marke wechseln möchtest, mache das schrittweise über etwa eine Woche, indem du immer mehr neues Futter unter das alte mischst.
Verteile die Tagesmenge auf mehrere kleine Mahlzeiten, bei einem jungen Welpen meist drei bis vier pro Tag. Halte dich an die Empfehlung auf der Verpackung und passe sie an Wachstum und Kondition an. Wenn du noch auswählst, sieh dir Welpenfutter an.
Ein Welpe muss oft pinkeln. Gehe nach draußen nach dem Aufwachen, nach dem Fressen, nach dem Spielen und tagsüber etwa jede ein bis zwei Stunden. Belohne sofort, wenn er draußen pinkelt, mit Lob oder einem kleinen Leckerli.
Malheure gehören dazu. Strafe hilft nicht und verunsichert deinen Welpen nur. Reinige sie mit einem enzymatischen Reiniger, damit der Geruch verschwindet. Als Hilfe für die Übergangszeit eignet sich zum Beispiel eine Welpen-Unterlage für die Stubenreinheit.
Vereinbare in den ersten Tagen einen Kennenlerntermin beim Tierarzt. Der Tierarzt untersucht den Welpen, bespricht den Impf- und Entwurmungsplan und prüft, ob Chip und Registrierung in Ordnung sind. Nimm den Impfpass und die Papiere vom Züchter mit.
Solange der Welpe noch nicht vollständig geimpft ist, besprich mit dem Tierarzt, welche Orte sicher sind. Meist vermeidest du in dieser Zeit Orte, an denen viele unbekannte Hunde sind. Nimm ihn aber auf dem Arm mit nach draußen, damit er sich an Geräusche gewöhnt, wenn dein Tierarzt das erlaubt.
⚠️ Rufe sofort den Tierarzt an bei anhaltendem Erbrechen, wässrigem Durchfall, Schlappheit, Verweigern von Futter oder Wasser, oder wenn der Welpe etwas Giftiges gefressen hat.
Kurz und oft spielen funktioniert besser als eine lange Einheit. Gib dem Welpen Spielzeug für Welpen in verschiedenen Strukturen, damit er weiß, was er kauen darf. Lade in den ersten Tagen nicht zu viele Menschen ein. Lass Freunde und Familie später nacheinander Bekanntschaft machen. Kinder spielen immer unter Aufsicht.
Übe auch ab dem ersten Tag kurz allein zu sein, in kleinen Schritten von wenigen Minuten. So lernt dein Welpe, dass Alleinsein normal ist und dass du immer zurückkommst.
Viele Welpen fühlen sich nach einigen Tagen bis zwei Wochen zu Hause. Jeder Welpe ist anders. Ein fester Rhythmus hilft.
Das ist eine persönliche Entscheidung. Überlege vorher: Was du jetzt erlaubst, erwartet er später auch. Ein eigenes Körbchen neben dem Bett ist eine gute Zwischenlösung.
Prüfe, ob er pinkeln muss. Bleibe danach ruhig und gelassen. Ein Schlafplatz in der Nähe und ein Tuch mit Nestgeruch helfen oft. Geh nicht bei jedem Geräusch sofort zu ihm, ignoriere ihn aber auch nicht, wenn er wirklich unruhig ist.
Sorge für einen ruhigen Start mit festem Schlafplatz, festen Fütterungszeiten und festem Pinkelrhythmus. Bleibe zunächst beim gewohnten Futter, plane bald einen Besuch beim Tierarzt und begrenze Besuch und Reize. Belohne, was gut klappt, und übe das Alleinsein in kleinen Schritten.
Die erste Woche ist vor allem Eingewöhnung: für den Welpen und für dich. Mit Ruhe, Struktur und Geduld legst du die Basis für einen selbstsicheren Hund. Suchst du noch etwas für den Start? Sieh dir alles für deinen Welpen an und stelle dein Startpaket zusammen.