Amerikanisch Drahthaar – seltene Katze mit einzigartigem Lockenfell

Amerikanisch Drahthaar – seltene Katze mit einzigartigem Lockenfell

Die Amerikanisch Drahthaar ist eine seltene Katzenrasse, die durch eine spontane natürliche Mutation entstand: Statt glatter Haare verläuft jedes einzelne Haar im Fell gekräuselt, hakenförmig oder gewellt, was eine federnde, leicht raue Struktur ergibt. Sogar die Schnurrhaare sind gekräuselt. Unter diesem besonderen Fell steckt eine Katze, die in Körperbau und Wesen stark an die Amerikanisch Kurzhaar erinnert: kräftig, muskulös, anpassungsfähig und anhänglich, ohne dabei übertrieben anhänglich oder laut zu sein. Sie verbindet ein ruhiges, ausgeglichenes Naturell mit genug Verspieltheit, um nicht passiv zu wirken. Der wichtigste Punkt, auf den man achten sollte, ist praktischer Natur: Die Rasse ist außergewöhnlich selten, vor allem außerhalb Nordamerikas, weshalb das Finden eines geeigneten Züchters und die Aufmerksamkeit für ausreichende genetische Vielfalt innerhalb der Zucht wichtiger sind als bei den meisten anderen Rassen.

Steckbrief im Überblick

  • Offizieller Name: American Wirehair
  • Deutscher Name: Amerikanisch Drahthaar
  • Synonyme: Wirehair, Wirehaired Cat
  • Herkunft: USA (New York), 1960er-Jahre
  • Anerkennung: anerkannt von der CFA (seit 1967, Champion-Status seit 1978) und TICA; auch von einigen europäischen Verbänden wie FIFe und WCF anerkannt, in Europa jedoch äußerst selten anzutreffen
  • Felltyp: Kurzhaar mit gekräuselter, federnder Drahtstruktur (keine Rex-Mutation)
  • Gewicht: richtwert 3–5 kg (Katze) und 5–7 kg (Kater)
  • Lebenserwartung: richtwert 14–18 Jahre, wie bei vielen gesunden mittelgroßen Katzenrassen
  • Farben und Muster: nahezu alle Farben und Muster zugelassen, wie bei der Amerikanisch Kurzhaar
  • Aktivitätslevel: mittel, verspielt, aber nicht übermäßig lebhaft
  • Pflegeaufwand: gering, mit einer Besonderheit (nicht zu häufig bürsten)
  • Eignung: vor allem als Wohnungskatze, eventuell mit gesichertem Freigang
  • Alleinsein: recht selbstständig, schätzt aber Gesellschaft
  • Geeignet für Einsteiger: grundsätzlich geeignet, sofern die Seltenheit und begrenzte Verfügbarkeit berücksichtigt werden

Schneller Eignungscheck

Passt möglicherweise, wenn du:

  • eine ruhige, anpassungsfähige Hauskatze ohne extremen Pflegeaufwand suchst;
  • bereit bist, Zeit und Geduld in die Suche nach einem verantwortungsvollen Züchter zu investieren, eventuell mit Wartezeit oder Import;
  • eine Katze möchtest, die sich an die ganze Familie bindet, ohne übertrieben anhängliches oder lautstarkes Verhalten;
  • das Fell in Ruhe lassen kannst und nicht dazu neigst, viel zu bürsten.

Passt wahrscheinlich nicht, wenn du:

  • kurzfristig und ohne Wartezeit ein Kätzchen anschaffen möchtest;
  • eine ausgesprochen lautstarke, extrem menschenbezogene Katze suchst, wie bei orientalischen Rassen;
  • das Fell gerade aktiv pflegen oder als Hauptmerkmal zur Schau stellen möchtest;
  • nicht bereit bist, einen Züchter angesichts des kleinen verfügbaren Genpools kritisch auf sein Gesundheitskonzept zu prüfen.

Name, Anerkennung und verwandte Rassen

Der internationale Name lautet American Wirehair; im Deutschen wird die Katze als Amerikanisch Drahthaar bezeichnet. Der wichtigste zuständige Verband ist die amerikanische CFA, bei der die Rasse seit 1967 anerkannt ist und seit 1978 mit vollem Champion-Status teilnimmt. Auch TICA erkennt die Rasse an. Außerhalb Nordamerikas ist die Rasse bei Verbänden wie FIFe und WCF anerkannt, doch die Zahl registrierter Tiere in Europa ist sehr gering: Die Amerikanisch Drahthaar gilt sogar innerhalb der CFA als eine der seltensten anerkannten Rassen. Der Rassestandard orientiert sich eng an der Amerikanisch Kurzhaar, die zugleich die einzige im Zuchtprogramm zugelassene Auskreuzungsrasse ist. Verwechsle die Amerikanisch Drahthaar nicht mit Rex-Rassen wie der Cornish Rex oder Devon Rex: Deren gelockte Felle entstehen durch eine andere, rezessive Mutation mit einer dünneren, weicheren Fellstruktur, während die Drahtmutation dominant vererbt wird und eine gröbere, federnde Textur ergibt.

Geschichte und Herkunft

Die Rasse entstand 1966 auf einem Bauernhof im US-Bundesstaat New York, in einem Wurf gewöhnlicher, nicht registrierter Bauernhofkatzen. Ein Kätzchen, ein rot-weißer Kater, hatte durch eine spontane genetische Mutation ein auffällig gekräuseltes, drahtartiges Fell. Züchter erkannten die Besonderheit dieser Mutation und starteten ein gezieltes Zuchtprogramm, bei dem der drahthaarige Kater mit einer normal behaarten Katze verpaart wurde, um die Eigenschaft weiterzugeben. Da die Mutation dominant vererbt wird, erhielt etwa die Hälfte der Nachkommen aus einer solchen Verpaarung ebenfalls das Drahtfell. Um eine ausreichende genetische Breite zu erhalten, wurde die Amerikanisch Kurzhaar systematisch als Auskreuzungsrasse eingesetzt, was die enge Verwandtschaft in Körperbau und Wesen zwischen beiden Rassen erklärt. Seitdem ist die Population stets klein geblieben; außerhalb Nordamerikas, und ganz besonders in Europa, trifft man die Rasse bis heute nur selten an.

Aussehen und körperliche Merkmale

Körperbau: muskulös, kräftig und mittelgroß bis mittelgroß-groß, vergleichbar mit dem kompakten, funktionalen Körpertyp der Amerikanisch Kurzhaar (weder extrem gedrungen noch extrem schlank). Kopfform: rund, mit kräftigen Kiefern und einem durchschnittlichen, proportionalen Profil. Augen: groß und rund, die Farbe ist meist auf die Fellfarbe abgestimmt. Ohren: mittelgroß, leicht abgerundet. Fell: das markanteste Merkmal. Jedes Haar – Deckhaar, Grannenhaar und Unterwolle – ist gekräuselt, hakenförmig oder gewellt, was eine dichte, federnde und leicht raue Textur ergibt, die sich wie krauses Haar anfühlt. Sogar die Schnurrhaare sind gekräuselt. Der Grad der Kräuselung variiert von engen Löckchen bis zu losen Wellen, auch innerhalb ein und desselben Tieres. Farben und Muster: nahezu die gesamte Bandbreite, die auch bei der Amerikanisch Kurzhaar zugelassen ist. Kätzchen im Vergleich zum erwachsenen Tier: Kätzchen werden bereits mit einem merklich gewellten Fell geboren, doch die endgültige Textur und Dichte entwickeln sich in den ersten Lebensmonaten weiter, weshalb ein junges Tier noch etwas unregelmäßig behaart wirken kann.

Charakter und Wesen

Die Amerikanisch Drahthaar gilt als ausgeglichen, anhänglich und unkompliziert im Umgang. Sie bindet sich in der Regel an die ganze Familie statt an eine einzelne Person und verbindet verspielte Momente mit ebenso viel Freude an ruhiger Gesellschaft auf dem Schoß oder in der Nähe der Familie. Lautäußerungen sind im Allgemeinen zurückhaltend: keine Katze, die viel miaut, um Aufmerksamkeit zu fordern. Sie gilt als intelligent und neugierig auf ihre Umgebung, ohne die ausgeprägte Lebhaftigkeit mancher orientalischer Rassen. Die Anpassung an Veränderungen (Umzug, neue Familienmitglieder, andere Haustiere) verläuft bei einer schrittweisen Eingewöhnung in der Regel unproblematisch. Wie bei jeder Rasse gilt: Einzelne Katzen können von diesem Durchschnittsbild abweichen.

Kinder, andere Katzen, Hunde und Besuch

Mit Kindern, die lernen, respektvoll mit einer Katze umzugehen, kommt die Amerikanisch Drahthaar in der Regel gut zurecht; bei jungen Kindern bleibt Aufsicht nötig, damit sich die Katze nicht bedrängt fühlt. Mit älteren Kindern, die selbstständig verantwortungsvoll spielen können, verläuft der Umgang meist problemlos. In Haushalten mit anderen Katzen passt sie sich meist gut an, wenn die Zusammenführung schrittweise erfolgt und in der Anfangszeit getrennte Ressourcen (Futter, Wasser, Katzentoiletten) zur Verfügung stehen. Mit Hunden, die an Katzen gewöhnt sind, kann eine ruhige Zusammenführung gut verlaufen; erzwinge niemals ein schnelles Kennenlernen. Bei Besuch und Trubel im Haus reagiert die Katze im Allgemeinen gelassen, auch wenn sich ein schüchternes Einzeltier vorübergehend zurückziehen kann.

Instinkte und Alltagsverhalten

Der Jagdinstinkt ist vorhanden wie bei nahezu jeder Katze: Anschleichen, Lauern und das Anspringen von Spielzeug kommen regelmäßig vor, wobei die Intensität eher durchschnittlich als extrem ausfällt. Kratzen ist normales, funktionales Verhalten zur Krallenpflege und Markierung, kein Problemverhalten. Klettern und das Aufsuchen erhöhter Plätze geschieht mit Freude, aber ohne das ausgeprägte Bedürfnis nach extremen Kletterstrukturen, wie man es bei sehr aktiven Rassen findet. Territorialverhalten bleibt in der Regel innerhalb normaler Grenzen. Nachtaktivität ist in begrenztem Maß vorhanden, wie bei den meisten Katzen, und lässt meist nach, wenn tagsüber ausreichend Spiel und Bewegung angeboten werden.

Lebensumfeld und Lebensphasen

Ein Kätzchen braucht vor allem Ruhe, sicheres Erkunden der Umgebung und positive Sozialisierung mit Menschen und Mitbewohnern. Eine junge erwachsene Katze wird selbstständiger und profitiert von einer festen täglichen Routine rund um Fütterung und Spiel. Ein erwachsenes Tier passt gut in einen durchschnittlich aktiven Haushalt und eignet sich auch für eine Wohnung, sofern ausreichend vertikale Bereicherung (Kratzbaum, Fensterbank) vorhanden ist. Im höheren Alter ist ein bequemer Zugang zu Lieblingsplätzen (Trittstufen, niedrigere Absätze) angenehm. Angesichts des Jagdrisikos, des Straßenverkehrs und der Seltenheit der Rasse – was es besonders ärgerlich macht, wenn ein Tier weg läuft oder verletzt wird – wird meist ein Leben als Wohnungskatze empfohlen, eventuell mit gesichertem Freigang (Katzengehege). Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Rasse empfindlicher auf Hitze oder Kälte reagiert als eine durchschnittliche Kurzhaarkatze.

Geistige Beschäftigung und Spiel

Tägliche kurze Spielmomente, die das Jagdmuster nachahmen – Angelspiele, das Hinterherjagen eines Bälles, Versteckspiele mit Futter – passen gut zum durchschnittlich aktiven, neugierigen Charakter dieser Rasse. Futterpuzzles können die Mahlzeit interessanter machen und kommen dem natürlichen Bedürfnis entgegen, nach Futter zu suchen. Eine stabile Kletterstruktur mit Aussichtspunkten, wie der Trixie Kratzbaum Juana mit mehreren Etagen, bietet Raum zum Klettern, Kratzen und Überblicken der Umgebung aus der Höhe, ohne dass eine extrem große oder schwere Konstruktion nötig ist.

Training und Sozialisierung

Die Amerikanisch Drahthaar reagiert in der Regel gut auf kurze, positive Trainingseinheiten mit Futter- oder Spielbelohnung; Zwang wirkt bei nahezu jeder Katze kontraproduktiv. Frühe, positive Sozialisierung mit Menschen, Geräuschen und Handling macht ein Tier im Erwachsenenalter selbstsicherer. Die Gewöhnung an Pflegemaßnahmen (Krallen schneiden, Fell berühren, Zähne putzen, Ein- und Aussteigen aus der Transportbox) gelingt am leichtesten, wenn dies bereits als Kätzchen ruhig geübt wird.

Alleinsein

Dank ihres relativ selbstständigen, ausgeglichenen Wesens kann eine erwachsene Amerikanisch Drahthaar in der Regel einen normalen Arbeitstag allein verbringen, sofern ausreichend Beschäftigung (Spielzeug, Aussichtsplätze) vorhanden ist und die tägliche Routine rund um Fütterung und Zuwendung eingehalten wird. Bei längerer Abwesenheit bleibt Gesellschaft – von einem Menschen oder eventuell einer anderen Katze – wünschenswert, wie bei den meisten sozialen Katzenrassen.

Fellpflege

Hier unterscheidet sich die Amerikanisch Drahthaar wirklich von den meisten anderen Rassen: Die charakteristische Kräuselstruktur ist empfindlich gegenüber zu intensivem oder zu häufigem Bürsten, was die gekräuselten Haare beschädigen oder vorübergehend glätten kann. Gelegentliches, sanftes Durchkämmen zur Entfernung loser Haare reicht in der Regel aus; erzwinge kein tägliches, ausgiebiges Bürsten wie bei langhaarigen Rassen. Baden ist selten nötig. Fellwechselphasen treten wie bei den meisten Kurzhaarkatzen auf, meist im Frühjahr und Herbst. Krallen-, Zahn- und die Kontrolle von Augen und Ohren folgen den üblichen Empfehlungen für Kurzhaarkatzen, ohne rassespezifische Besonderheiten.

Gesundheit und empfohlenes Screening

Die Amerikanisch Drahthaar gilt allgemein als gesunde Rasse, auch dank des gemeinsamen Genpools mit der robusten Amerikanisch Kurzhaar. Wie bei vielen Katzenrassen wird auch hier auf hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) hingewiesen, eine Verdickung des Herzmuskels, die bei mehreren Rassen vorkommt; regelmäßiges Herzscreening durch einen Tierarzt ist eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme, aber keine Garantie gegen die Erkrankung. Wichtiger als bei den meisten Rassen ist die Aufmerksamkeit für genetische Vielfalt: Da die weltweite Population klein ist und die Amerikanisch Kurzhaar die einzige zugelassene Auskreuzungsrasse ist, fällt eine verantwortungsvolle Zuchtpolitik gegen Inzucht bei der Wahl eines Züchters besonders stark ins Gewicht. Frage immer nach dem Gesundheitskonzept und einem eventuellen Herzscreening der Elterntiere, und besprich individuelle Anzeichen stets mit einem Tierarzt.

Ernährung und Körperkondition

Eine genaue Futtermenge in Gramm lässt sich niemals allein anhand des Rassenamens bestimmen: Sie hängt vom aktuellen Gewicht, Alter, Kastrationsstatus, Aktivitätslevel und der Energiedichte des gewählten Futters ab. Als feste Berechnungsgrundlage gilt häufig die Formel RER = 70 × Körpergewicht in kg^0,75, worauf ein passender Faktor für Lebensphase und Kastrationsstatus angewendet wird; das ist ein Ausgangspunkt, kein festes Rezept. Für eine erwachsene Wohnungskatze mit einem meist etwas geringeren Aktivitätslevel eignet sich beispielsweise ein vollwertiges Trockenfutter für Wohnungskatzen wie Royal Canin Feline Indoor, wobei die Portion nach zwei bis vier Wochen anhand von Gewicht und Körperkondition angepasst wird. Da Katzen von Natur aus obligate Fleischfresser sind, ist tierisches Eiweiß essenziell, ebenso wie ausreichend Taurin – ein Mangel kann ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, etwa durch einen Anteil Nassfutter, unterstützt die Gesundheit der Harnwege, besonders bei einer Katze, die überwiegend Trockenfutter frisst.

Katzentoilette und häuslicher Kontext

Für diese durchschnittlich gebaute Rasse gibt es keine rassespezifischen Besonderheiten bei der Katzentoilette. Die allgemeine Richtlinie – eine Katzentoilette pro Katze plus eine zusätzliche, an ruhigen, gut zugänglichen Orten – gilt auch hier, besonders in Haushalten mit mehreren Katzen.

Halsband-, Geschirr- und Transportwahl

Wähle bei einem Halsband immer ein Modell mit Sicherheitsverschluss, der sich bei Verhaken löst – ein wichtiges Sicherheitsmerkmal für eine kletternde, aktive Katze. Miss den Halsumfang, bevor du eine Größe wählst, und berücksichtige die dichte Fellstruktur bei der Bestimmung der richtigen Passform. Eine stabile Transportbox mit ausreichender Belüftung macht Tierarztbesuche und eventuelle Reisen weniger stressig.

Zeit, Kosten und tägliche Belastung

Aufgrund des geringen Pflegebedarfs des Fells kostet die tägliche Pflege verhältnismäßig wenig Zeit; der wichtigste Zeitaufwand entfällt auf Spiel und soziale Zuwendung. Die Kosten für Futter, Katzenstreu, reguläre Tierarztkontrollen und eine eventuelle Versicherung sind vergleichbar mit denen anderer mittelgroßer, gesunder Katzenrassen. Rechne bei der Anschaffung aufgrund der Seltenheit mit einem möglicherweise höheren Anschaffungspreis und einer längeren Wartezeit als bei häufig vorkommenden Rassen.

Vorteile

  • Sehr geringer Pflegeaufwand fürs Fell – kein tägliches Bürsten nötig.
  • Ausgeglichenes, anhängliches Wesen, das sich an die ganze Familie bindet.
  • Im Allgemeinen gesunde Rasse mit einem robusten, der Amerikanisch Kurzhaar ähnlichen Körperbau.
  • Zurückhaltende Lautäußerungen, geeignet für alle, die keine ausgesprochen „redselige“ Katze möchten.
  • Einzigartiges, unverwechselbares Äußeres durch das gekräuselte Drahtfell.

Nachteile und Besonderheiten

  • Außergewöhnlich selten: Einen geeigneten Züchter zu finden, kostet Zeit, besonders in Europa.
  • Begrenzte genetische Vielfalt erfordert besondere Aufmerksamkeit für die Zuchtpolitik der Elterntiere.
  • Das Fell ist empfindlich gegenüber zu intensivem Bürsten, was dem entgegensteht, was viele neue Halter von anderen Rassen gewohnt sind.
  • Wahrscheinlich höherer Anschaffungspreis als bei allgemein erhältlichen Rassen.

Geeignet für

Für alle, die eine ruhige, anhängliche, wenig anspruchsvolle Hauskatze mit unverwechselbarem Äußeren suchen und bereit sind, sich Zeit für die Suche nach einem verantwortungsvollen Züchter zu nehmen.

Nicht geeignet für

Für alle, die schnell und ohne Wartezeit ein Kätzchen möchten, oder gerade die ausgiebige, tägliche Fellpflege einer langhaarigen Rasse als Beschäftigung suchen.

Verantwortungsvoll anschaffen oder vermitteln

Wende dich bei der Anschaffung immer an einen Züchter, der einem anerkannten Katzenverband angeschlossen ist und transparent über das Gesundheitskonzept der Elterntiere informiert, einschließlich eines eventuellen Herzscreenings und des Umgangs mit genetischer Vielfalt – Letzteres wiegt bei dieser Rasse schwerer als im Durchschnitt. Angesichts der Seltenheit der Rasse in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine längere Wartezeit oder die Erwägung eines Züchters im Ausland realistisch. Die Vermittlung eines erwachsenen Tieres über eine anerkannte, spezialisierte Organisation ist eine verantwortungsvolle Alternative; frage in diesem Fall stets nach der bekannten Gesundheits- und Verhaltensgeschichte des Tieres.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Amerikanisch Drahthaar dasselbe wie eine Rex-Katze?
Nein. Das gekräuselte Fell entsteht durch eine andere, dominant vererbte Mutation als bei der Cornish Rex oder Devon Rex, mit einer gröberen, federnden Textur anstelle eines dünnen, weichen Rex-Fells.

Muss ich das Fell wegen der Locken extra häufig bürsten?
Im Gegenteil: Zu häufiges oder zu intensives Bürsten kann die charakteristische Kräuselstruktur beschädigen. Gelegentliches, sanftes Durchkämmen reicht aus.

Warum ist diese Rasse so schwer zu finden?
Die Population ist seit der Entstehung 1966 weltweit klein geblieben, und außerhalb Nordamerikas, vor allem in Europa, gibt es nur wenige spezialisierte Züchter.

Ist die Amerikanisch Drahthaar für eine Familie mit Kindern geeignet?
In der Regel ja, sofern Kinder lernen, respektvoll mit der Katze umzugehen, und jüngere Kinder unter Aufsicht mit ihr spielen.

Fazit

Die Amerikanisch Drahthaar ist eine ausgeglichene, anhängliche und gesundheitlich im Allgemeinen robuste Katze, deren größte Besonderheit ein dominant vererbtes, gekräuseltes Drahtfell ist, das auffallend wenig Pflege benötigt. Die größte Hürde ist nicht der Charakter oder die Pflege, sondern die Seltenheit der Rasse: Wer bereit ist, Zeit in die Suche nach einem verantwortungsvollen Züchter mit Blick für genetische Vielfalt zu investieren, bekommt dafür eine ruhige, familienfreundliche Hauskatze mit einzigartigem Äußeren.

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