Selkirk Rex - Katze mit lockerem, ungleichmäßig lockigem Fell

Selkirk Rex - Katze mit lockerem, ungleichmäßig lockigem Fell

Ein Tierheim-Wurf in Montana, ein Kätzchen mit unerwartet welligem Fell und eine Züchterin, die gerade mit Perserkatzen arbeitete: So entstand 1987 fast zufällig die Selkirk Rex. Anders als bei anderen Locken-Rassen wird das Fell dominant vererbt, das heißt, ein Elternteil mit der Mutation genügt, um lockige Kätzchen zu bekommen. Das Ergebnis ist eine kräftig gebaute, freundliche Katze mit einem überraschend zerzausten "Bettfrisur"-Fell, das in losen Büscheln und Ringen wächst statt in einem gleichmäßigen Wellenmuster. Im Alltag stellt diese Katze keine besonderen Ansprüche: ein moderates Aktivitätsniveau, ein anhängliches Wesen und eine Fellpflege, bei der die richtige Technik wichtiger ist als die Häufigkeit. Der wichtigste Punkt ist nicht das Fell selbst, sondern die persische und britisch-kurzhaarige Abstammung in der Zuchtgeschichte, die eine gezielte Gesundheitsvorsorge erfordert.

Kerndaten

  • Offizieller Name: Selkirk Rex (kurz- und langhaarige Variante gehören zum selben Rassenamen)
  • Synonyme: international wird fast immer Selkirk Rex verwendet; die langhaarige Variante wird gelegentlich separat Selkirk Rex Longhair genannt
  • Herkunft: USA (Montana), 1987
  • Anerkennungsstatus: anerkannt von CFA, TICA, GCCF, FIFe und WCF
  • Felltyp: Rex-Mutation mit losen, zufälligen Locken; sowohl kurz- als auch langhaarige Variante
  • Gewicht: richtwertig ca. 4,5-7,2 kg (Kater), ca. 2,7-5,4 kg (Kätzin) - kein offizieller Rassestandard nennt eine genaue Kilobandbreite
  • Lebenserwartung: richtwertig ca. 12-15 Jahre; keine Zuchtorganisation veröffentlicht dazu eine offizielle Zahl
  • Farben und Muster: alle Farben und Muster sind erlaubt
  • Aktivitätsniveau: moderat
  • Pflegeaufwand: mittel, mit Schwerpunkt auf schonender Technik statt hoher Häufigkeit
  • Wohnungskatze oder Freigang: als Wohnungskatze geeignet; Freigang ist möglich, aber nicht rassespezifisch notwendig
  • Alleinbleiben-Eignung: einigermaßen gut, sofern ausreichend Beschäftigung vorhanden ist
  • Eignung für Anfänger: gut geeignet, sofern der Halter bereit ist, eine Züchterin oder einen Züchter kritisch auszuwählen

Kurzer Eignungscheck

Passt möglicherweise, wenn du:

  • eine anhängliche, menschenbezogene Katze ohne extremes Aktivitätsniveau schätzt;
  • das Fell schonend statt intensiv bürsten möchtest;
  • bereit bist, eine Züchterin oder einen Züchter zu wählen, die/der transparent zu PKD- und Herzscreening ist;
  • ein etwas zerzaustes, informelles Erscheinungsbild einem streng gepflegten Fell vorziehst.

Passt wahrscheinlich nicht, wenn du:

  • ein einheitliches Fellbild bei jedem einzelnen Tier erwartest;
  • dich nicht damit befassen willst, wie die Elterntiere auf Erbkrankheiten untersucht wurden;
  • eine sehr energiegeladene, kletterfreudige Katze suchst;
  • das Fell lieber mit einer gewöhnlichen Slicker-Bürste statt einem groben Kamm pflegst.

Name, Anerkennung und verwandte Rassen

Die Selkirk Rex ist nach dem Nachnamen des Stiefvaters der Züchterin Jeri Newman benannt, wodurch diese Rasse zu einer der wenigen Katzenrassen zählt, die nach einer Person statt nach einem Ort oder Merkmal benannt sind. CFA, TICA, GCCF, FIFe und WCF erkennen die Rasse an, jeweils mit eigenem Standard; kurz- und langhaarige Tiere fallen bei fast allen Verbänden unter denselben Rassenamen. Die zulässigen Auskreuzungsrassen unterscheiden sich je nach Organisation: Neben Perserkatze, Britisch Kurzhaar und Exotic Shorthair lässt TICA inzwischen auch Britisch Langhaar, Amerikanisch Kurzhaar und Himalaya-Katze zu. Die GCCF erlaubt dieselben drei klassischen Auskreuzungsrassen, verbietet aber ausdrücklich die Verpaarung mit Cornish Rex, Devon Rex oder LaPerm, um die verschiedenen Locken-Gene nicht zu vermischen. Verwechsle die Selkirk Rex nicht mit diesen anderen Rex-Rassen: Cornish Rex und Devon Rex haben ein rezessiv vererbtes, deutlich dünneres und enger anliegendes Fell auf einem schlankeren Körper, und die LaPerm trägt zwar ebenfalls eine dominante Locken-Mutation, aber einen schlankeren "Foreign"-Körperbau statt des kräftigen Baus der Selkirk Rex.

Geschichte und Herkunft

Die Geschichte beginnt mit einem Wurf von sechs Kätzchen einer streunenden Katze in einem Tierheim in Montana im Jahr 1987. Ein Kätzchen mit auffällig welligem Fell wurde von der Perser-Züchterin Jeri Newman adoptiert, die das Tier "Miss DePesto" nannte, nach einer lockigen Figur aus einer damals beliebten Fernsehserie. Als Miss DePesto ausgewachsen war, wurde sie mit Newmans schwarzem Perser-Ausstellungskater verpaart. Von den sechs Kätzchen dieses Wurfs hatten drei glattes und drei lockiges Fell, was zeigte, dass die Mutation dominant vererbt wird: Anders als bei den rezessiven Mutationen von Cornish Rex und Devon Rex genügt bei der Selkirk Rex bereits eine Kopie des Gens für welliges Fell, während eine doppelte Kopie eine straffere Locke ergibt. Alle Selkirk Rex stammen von dieser einen Stammmutter ab. Um eine lebensfähige Zuchtpopulation und einen einheitlichen Körperbau aufzubauen, wurde in den Anfangsjahren mit Perserkatzen, Britisch Kurzhaar und Exotic Shorthair gekreuzt. Die Rasse verbreitete sich ab den 1990er-Jahren über Nordamerika nach Europa, wo sie bis heute eine vergleichsweise seltene Nischenrasse geblieben ist.

Aussehen und körperliche Merkmale

Der Körperbau ist semi-cobby: kräftig und muskulös, mittelgroß bis groß, mit schwerem Knochenbau, vergleichbar mit der Britisch Kurzhaar, mit der gekreuzt wurde. Das auffälligste Merkmal ist natürlich das Fell: Statt eines gleichmäßigen Wellenmusters wächst das Haar in losen, zufälligen Locken, die oft in Büscheln oder kleinen Ringen fallen, am deutlichsten an Hals, Schwanz und Bauch. Sogar die Schnurrhaare sind gelockt, was die etwas zerzauste, "gerade aufgewachte" Ausstrahlung dieser Rasse verstärkt. Die Kurzhaarvariante hat ein dichtes, volles Fell, das leicht vom Körper absteht; die langhaarige Selkirk Rex Longhair hat ein weicheres, weniger volles Fell, das dennoch nicht dünn wirkt. Kätzchen werden bereits mit sichtbaren Locken geboren, doch diese Locken können sich zwischen etwa vier Monaten und dem ersten Lebensjahr vorübergehend glätten oder verringern - das ist eine normale Phase und kein Zeichen dafür, dass das Tier das rassetypische Fell "verliert". Die endgültige, dichtere erwachsene Textur entwickelt sich allmählich ab etwa acht bis zehn Monaten und ist meist erst um das zweite Lebensjahr vollständig sichtbar. Alle Farben und Muster sind erlaubt, sodass das Fell nichts über die Rassereinheit aussagt.

Wesen und Temperament

Selkirk Rex gelten als geduldig, anhänglich und auffällig tolerant gegenüber Handling, was sie zusammen mit ihrem kräftigen Körperbau zu angenehmen Schmusekatzen macht. Züchterquellen beschreiben häufig "hundeähnliches" Verhalten: Die Katze kommt zur Haustür, wenn jemand nach Hause kommt, und folgt ihren Menschen gerne von Zimmer zu Zimmer. Das Aktivitätsniveau ist moderat - verspielt genug für tägliche Interaktion, ohne das Bedürfnis nach ständiger Aktion, das manche athletischen Rassen kennzeichnet. Zu ausgeprägtem Lautverhalten gibt es keine eindeutige Rassebeschreibung; gehe nicht davon aus, dass diese Rasse besonders still oder gesprächig ist, das ist von Tier zu Tier sehr unterschiedlich.

Kinder, andere Katzen, Hunde und Besuch

Die Toleranz gegenüber Handling macht die Selkirk Rex in der Regel zu einer geeigneten Mitbewohnerin für Familien mit ruhigen, respektvollen Kindern; Aufsicht bei kleinen Kindern bleibt dennoch immer notwendig, und die Katze muss sich zurückziehen können, wenn nötig. Mit anderen Katzen und katzenfreundlichen Hunden kann die Rasse meist gut zusammenleben, sofern die Zusammenführung schrittweise erfolgt. Bei Besuch und Trubel im Haus reagieren die meisten Tiere dieser Rasse verhältnismäßig entspannt, wobei das individuell verschieden bleibt.

Instinkte und Alltagsverhalten

Trotz des ruhigen Images behält eine Selkirk Rex normale Jagdinstinkte: Anschleichen, Anspringen und Zupacken beim Spiel sowie Interesse an sich bewegendem Spielzeug. Kratzen ist funktionales Verhalten zur Krallenpflege und für Streckbewegungen, kein Problem, das "gelöst" werden muss. Ein stabiler EBI Kratzbaum Bedford mit stabilem Stand kanalisiert dieses Verhalten und passt zum kräftigen, semi-cobby Körperbau dieser Rasse. Klettern und Aussichtsplätze werden geschätzt, wenn auch weniger ausgeprägt als bei schlanken, athletischen Rassen.

Lebensumfeld und Lebensphase

Die Selkirk Rex fühlt sich in einer Wohnung oder einem Haus wohl, solange genügend vertikale Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sind; ein spezifischer Freigangbedarf ist nicht rassespezifisch belegt, sodass die übliche Sicherheitsabwägung zwischen Wohnungs- und Freigängerhaltung uneingeschränkt gilt. Kätzchen benötigen vor allem ruhige Sozialisierung und behutsame Gewöhnung an Handling, auch im Hinblick auf die spätere Fellpflege. Junge, erwachsene Tiere wachsen noch eine Weile weiter: Die Fellstruktur ist erst um das zweite Lebensjahr vollständig ausgebildet, daher sollte ein junges Tier nicht zu streng nach Fellqualität beurteilt werden. Senioren profitieren wie bei jeder kräftig gebauten Rasse von leicht erreichbaren Ruheplätzen.

Geistige Beschäftigung und Spiel

Kurzes, wiederholtes Angelspiel, das Anschleichen und Anspringen nachahmt, Futter-Puzzles und ruhige Kletterstrukturen passen gut zum moderaten Energieniveau dieser Rasse. Die Empfänglichkeit für Katzenminze ist genetisch bedingt und von Tier zu Tier unterschiedlich, nicht jede Selkirk Rex reagiert gleich stark darauf.

Training und Sozialisierung

Diese Rasse reagiert in der Regel gut auf kurze, positive Trainingseinheiten mit Futter- oder Aufmerksamkeitsbelohnung. Da die Fellpflege bei dieser Rasse eine bestimmte, schonende Technik erfordert, ist es besonders wertvoll, Kätzchen früh an das Kämmen und Berühren des Fells zu gewöhnen, damit die Pflege im Erwachsenenalter nicht zum Kampf wird. Eine frühe, schrittweise Sozialisierung mit Menschen, Geräuschen und der Transportbox legt zudem den Grundstein für das ruhige erwachsene Verhalten, für das die Rasse bekannt ist.

Alleinbleiben

Die Selkirk Rex ist menschenbezogen, aber nicht extrem anhänglich, und kommt in der Regel mit einem gewöhnlichen Arbeitstag allein gut zurecht, wenn ausreichend Beschäftigung vorhanden ist. Bei langer, wiederholter Abwesenheit ohne Anreize kann Langeweile entstehen; die Gesellschaft einer zweiten Katze kann für manche Tiere angenehm sein, ist aber keine Garantie für jedes Individuum.

Fellpflege

Die lose, zufällige Lockenstruktur der Selkirk Rex erfordert einen anderen Ansatz als ein gewöhnliches Fell: Verwende einen groben, breitzinkigen Kamm statt einer Slicker-Bürste und kämme vorsichtig, damit die Locke nicht flachgedrückt oder beschädigt wird. Bei der Kurzhaarvariante reicht in der Regel zwei- bis dreimal wöchentliches Kämmen; die langhaarige Selkirk Rex Longhair profitiert von täglicher Aufmerksamkeit, um Verfilzung zu vermeiden. Ein Catit Bürsten-Set für Mittel- und Langhaarkatzen eignet sich, um vorsichtig durchs Fell zu gehen, ohne die Lockenstruktur zu strapazieren. Kämme nicht zu intensiv, denn übermäßiges Kämmen kann die Locke gerade schlaffer machen. Da das Fell dieser Rasse von Natur aus etwas fettiger wirken kann, wird häufigeres Baden - etwa alle paar Wochen - empfohlen als bei den meisten anderen Rassen; verwende ein mildes, für Katzen geeignetes Shampoo und tupfe das Fell trocken statt zu reiben, um die Locke zu erhalten. Krallen, Zähne, Augen und Ohren benötigen die übliche regelmäßige Kontrolle.

Gesundheit und empfohlenes Screening

Da die Selkirk Rex in den Anfangsjahren mit Perserkatzen und Britisch Kurzhaar gekreuzt wurde, wird bei der Rasse eine erhöhte Veranlagung für polyzystische Nierenerkrankung (PKD) beschrieben. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter lassen Elterntiere daher per DNA-Test auf PKD untersuchen oder können nachweisen, dass beide Elterntiere negativ getestet wurden; ein günstiges Ergebnis ist keine Garantie für die gesamte Lebensdauer des Tieres. Auch hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) wird als Punkt genannt; dafür gibt es bei dieser Rasse keinen spezifischen DNA-Test, weshalb regelmäßige Herzultraschalluntersuchungen bei Zuchttieren die übliche Vorgehensweise sind. Vor allem bei der Kurzhaarvariante wird zudem Hüftgelenksdysplasie genannt; manche Rassevereine empfehlen eine Hüftuntersuchung bei Zuchttieren im Alter von etwa zwei Jahren. Bei einer weißen Selkirk Rex mit blauen Augen wird ein Hörtest (BAER) empfohlen, wegen des bei Katzen allgemein bekannten Zusammenhangs zwischen dieser Farbkombination und angeborener Taubheit. Nicht jede Katze dieser Rasse entwickelt eine dieser Erkrankungen. Kontaktiere bei Atembeschwerden, plötzlicher Lethargie, anhaltendem Erbrechen oder Durchfall, Lahmheit oder unerklärlicher Verhaltensänderung immer eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Fütterung und Körperkondition

Als obligater Fleischfresser benötigt eine Selkirk Rex täglich tierisches Eiweiß, wobei Taurin eine essenzielle Aminosäure ist, die nur in tierischem Gewebe vorkommt. Es gibt keine rassespezifische Fütterungsvorschrift; ein komplettes, an Lebensphase, Gewicht und Aktivitätsniveau angepasstes Katzenfutter genügt. Rechne beispielsweise für eine erwachsene, kastrierte Katze mit 5 kg und moderatem Aktivitätsniveau mit einem täglichen Energiebedarf von etwa 210 kcal: Bei einem Futter mit 3.700 kcal/kg umsetzbarer Energie ergibt das 210 ÷ 3.700 × 1.000 = etwa 57 Gramm pro Tag. Dies ist ausschließlich ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung der Methode; das genaue Gewicht der Katze und die Energiedichte des gewählten Futters bleiben ausschlaggebend. Als Ergänzung zur täglichen Fütterung, etwa für einen Teil der Feuchtigkeitszufuhr, eignet sich ein Nassfutter wie Bozita Häppchen in Gelee mit Flussbarsch; beurteile nach zwei bis vier Wochen Gewicht und Körperkondition und passe die Portion bei Bedarf schrittweise an. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein.

Vorteile

  • Anhängliches, geduldiges Wesen mit hoher Toleranz gegenüber Handling;
  • moderates Energieniveau, das zu einem ruhigen Haushalt passt;
  • charakteristisches, informelles Erscheinungsbild dank der losen Lockenstruktur, in nahezu jeder Farbe möglich;
  • meist unkomplizierter Umgang mit Kindern, anderen Katzen und katzenfreundlichen Hunden.

Nachteile und Punkte, auf die zu achten ist

  • Erhöhte Veranlagung für PKD durch die persische und britisch-kurzhaarige Abstammung erfordert eine Züchterin oder einen Züchter, die/der tatsächlich DNA-testet;
  • die Fellpflege erfordert eine bestimmte, schonende Technik statt gewöhnlichen Bürstens;
  • Fellstruktur und -dichte können sich bei einem jungen Tier noch längere Zeit verändern, was eine frühe Beurteilung erschwert;
  • vergleichsweise seltene Rasse, wodurch eine geeignete, transparente Züchterin oder ein Züchter schwerer zu finden sein kann.

Verantwortungsvoller Erwerb oder Vermittlung

Wähle beim Erwerb eines Kätzchens eine Züchterin oder einen Züchter, die/der Elterntiere nachweislich per DNA-Test auf PKD untersuchen und regelmäßig auf HCM screenen lässt und bei weißen Tieren einen BAER-Hörtest durchführt. Frage auch nach den verwendeten Auskreuzungsrassen in der Linie und eventuellen Hüftuntersuchungen bei Zuchttieren. Da es sich um eine vergleichsweise seltene Rasse handelt, kann die Wartezeit bei einer verantwortungsvollen Zucht länger sein als bei populäreren Rassen; das ist kein Grund, eine Zucht mit unzureichendem Screening zu wählen. Erwäge außerdem eine Vermittlung über einen anerkannten Rasseverein oder ein Tierheim: Auch bei dieser Rasse landen gelegentlich erwachsene Tiere in einem neuen Zuhause, und ihr anpassungsfähiges Wesen macht den Übergang meist gut machbar.

Häufig gestellte Fragen

Bleibt die Locke eines Selkirk-Rex-Kätzchens immer gleich?
Nicht unbedingt. Die Locke kann sich zwischen etwa vier Monaten und dem ersten Lebensjahr vorübergehend glätten, bevor sich die dichtere erwachsene Struktur entwickelt; das ist normal.

Ist die Selkirk Rex dasselbe wie die Cornish Rex oder Devon Rex?
Nein. Es handelt sich um drei verschiedene genetische Mutationen: Die Selkirk Rex wird dominant vererbt und hat einen kräftigeren Körperbau, während Cornish Rex und Devon Rex rezessive Mutationen auf einem schlankeren Körper tragen.

Muss ich eine Selkirk Rex oft bürsten?
Nicht unbedingt oft, aber auf eine bestimmte Art: mit einem groben Kamm statt einer Slicker-Bürste, damit die lose Locke nicht beschädigt wird.

Ist die Rasse für Erstlingshalter geeignet?
Vom Wesen her ja, sofern der Halter bereit ist, Zeit in die Suche nach einer Züchterin oder einem Züchter zu investieren, die/der transparent zu PKD- und Herzscreening ist.

Fazit

Wer sich nicht daran stört, dass ein Fell eher "gerade aufgewacht" als streng gepflegt aussieht, findet in der Selkirk Rex eine geduldige, anpassungsfähige Mitbewohnerin mit moderatem Energieniveau. Die Pflege selbst ist nicht aufwendig, erfordert aber die richtige Technik und, noch wichtiger, eine Züchterin oder einen Züchter, die/der die persische und britisch-kurzhaarige Abstammung in der Linie ernst nimmt und auf PKD und HCM screent. Ist diese Wahl gut getroffen, ist dies eine der wenigen Rassen, bei denen der Zufall einer einzelnen Mutation noch täglich im Wohnzimmer sichtbar bleibt.

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